Ostern 2018 in Italien

La Pasqua con Marcello - giorno uno.

Kaum waren das Gwand in den Oberkasteln, der Hofer-Einkauf im Kühlschrank und die Tür offen - schon waren sie drimnnen - die Mäuse! :-)

Hätten sie reden können, wäre es sicher ein "Fahrma! Fahrma!" geworden, so 100%ig sicher bin ich da. *g*

Nun, es wurde dann eine Stunde später als geplant - dafür hatten wir auf der Tangente den Morgenstau hinter uns gelassen.

Ab auf'n Semmering!

Nach vier Stunden war der Sender im Radio italenisch und nach fast sieben Stunden hatten wir unser erstes Etappenziel erreicht: Jesolo.

(Biiiitte! Ausgesprochen wird das so, wie man's schreibt. Nix mit "Tschäsohlo" oder so... *schauder*. Die einzigen 'Dsch'-Laute gibt es im italienischen nach einem 'C oder nach einem 'G' - und auch nur dann, wenn danach ein "e" oder ein "i" folgt. Es ist ja soooo einfach. *g*)

Wir wählten den Stellplatz "Albatros" - weil er schon offen hatte und Tina und Ike willkommen sind. Da muss man a bissale aufpassen in Italien (und den Suchfilter entsprechend anpassen).

 

Wie man sieht: Es war UR viel los. *LOL*

Nun, man hat ja erst am Tag davor aufgemacht und - es war schon noch schweinzkalt. Zum draußen sitzen viel zu huschi - also gab's mal feine Wurschtnudeln mit Pesto.

Und eine große Planungsrunde für den nächsten Tag.


Chiaggio sollte es werden.

Das schlaue Buch machte uns diese "kleine Schwester von Venedig" g'schmackig. :-)

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La Pasqua con Marcello - giorno due.

In Chiaggio angekommen, war die erste Enttäuschung auch schon dort: Unser Wunsch-Stellplatz war voll.

Wir fuhren weiter und kamen zu einem recht netten, aber sehr, sehr engen Platz - Einparken wollte gekonnt sein!


(Das sieht jetzt am Foto gar nicht so eng aus. Aber nach hinten waren es fünfzehn Zentimeter und der Einfahrtsweg war auch nicht breiter als 2,50 Meter... Es lebe die Servolenkung *g*)

AAABER: Der Platz hatte einen unschlagbaren Vorteil: Wir konnten zu Fuß gleich in die Altstadt von Chioggia reinflanieren - und die ist wirklich unglaublich schön.

Ein paar Kanäle ziehen sich kreisrings um die innersten Bezirke - hat was von Venedig (daher auch der Name "kleine Schwester"). Die Sonne kam wie bestellt raus und wir sind gut drei Stunden herumspaziert, sehr fein.

Tina und Ike ernteten reihenweise bewundernde Blicke und die das Wiener Pärchen neben uns (wir nannten sie "Toni und Bene") machte gleich parlare parlare, weil sie so begeistert waren. Tja. Schinkenwüarferln rocken halt. *LOL*.

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La Pasqua con Marcello - giorno tre. (part uno)

Zum ersten Mal in meinem jungen, knusprigen Leben habe ich Koordinaten direkt in's Navi eingegeben. Ich wollt's nur sagen. 

:o)

Gleich  nach dem Kaffeeeeetscherl ging's los - Porto Levante. Andiamo! 

Porto Levante.

Es gibt einen kleinen Yachthafen dort - das war jetzt aber nicht so wichtig. 

Viel schöner: Das Naturschutzgebiet am Meer - mit uralten Pinien und einer Fauna, da brauchst ned obegreifen.:-)

Wir stellen Marcello am Straßenrand ab und gehen mal ausgiebig spazieren. Sehr nett - und die Sonne im Gepäck.

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La Pasqua con Marcello - giorno tre. (part due)

Eigentlich wollten wir runter, Richtung Rimini.

Aber wie das Lotterleben als Camper halt so mal ist, entscheidet man sich schnell mal um. Rimmi-di, Rimmi-mi -- Rimini kann warten. :-)


Ich hab im schlauen Internetz einen kleinen, feinen Campingplatz entdeckt - auf einem Bauernhof.

Das fand ich schon mal super sympathisch - und: Wenn die Sanitäranlagen ein bisserl 'rustikal' sein sollten - egal. Wir haben ja alles mit dabei. :-)

Camping "Prato Pozzo" - auf der Weinstraße in der Po-Ebene.

Es war einfach ein reines Glücksgefühl, als wir die Straße entlang zum Bauernhaus fuhren: YEZZ! Das war's!

(Vielleicht lag es auch an dieser Kultur-Watschn, die wir in Chioggia bekommen haben? Diese Weite! Diese Natur! Diese Sonne! Einfach ein Träumle.

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La pasqua con Marcello - giorno quattro.

Die alte Frau und der fast so alte Magnolienbaum.

Am Weg gen Süden kamen wir in einem Dörferl vorbei - und ich machte eine kleine Notbremsung.

Nix war passiert - nur: Ein wunderwunderwunderwunderschöner Magnolienbaum stand da im Vorgarten eines Hauses und ich musste mir den einfach näher anschauen. Einfach so herrlich waren die Blüten im Kontrast zum astrein blau strahlenden Himmel, das war echt oarg, echt jetzt.


Wir bleiben in einer Seitenstraße stehen, ich hoppse aus dem Marcello raus und grapsch mir meine Knipsi.

Und da steht auch schon ganz plötzlich ein altes Weiberleut' vor mir - im Vorgarten. Und sie denkt sich bestimmt: 'Mio dio... immer dieser Touristen. Haben sich sicher verfahren!'. 

Aber dann ändert sich alles schlagartig, als ich ihr ein überschwengliches Kompliment für ihren wunderschönen Magnolienbaum mache. Sie strahlt mich an und jetzt bemerke ich erst: Ihre Schürze hat exakt die gleiche Farbe wie die Magnolienblüten. Und dann entspinnt sich schon ein kleines Gespräch über das Alter des Baums, wohin wir fahren wollten und woher wir gekommen sind. 

Ich brabble brav vor mich hin - manchmal schaut sie mich fragend an, dann überlege ich kurz, korrigiere und sag's einfach noch einmal. Passt! :-)

Sie bittet mich, ein bisserl zu warten und geht ins Haus.

Dann kommt sie mit einem A4-großen Foto wieder raus und zeigt mir ein Bild von sich, vor ihrem Magnolienbaum stehend.

'Das war vor zwei Jahren, da hat er besonders schön geblüht!', meint sie.

Und ich sehe, dass sie genau das gleiche Kleid anhat wie heute...*LOL*.

Irgendwie dürfte das siasse Weiberleut' sowas wie eine fixe Touristeninstallation sein. :-))

'Happy-Camping' - unser erster Campingplatz für zwei Tage.

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La pasqua con Marcello - giorno cinque.

EIN RUHETAG.

Wir gehen am Vormittag mit den Mäusen am Strand spazieren, Bettenburgen schauen. Alles noch im frühsommerlichen Winterschlaf, wir wollen gar nicht dran denken, was hier ab Juli los ist!


Für die Mäuse war es auch super lustig - die beiden picken mit ihren Schnautzen die ganze Zeit am Sand... hier musses olfaktorisch gesehen unglaublich zugehen! und die beiden pritscheln im Meerwasser als wäre es der Schotterteich von Süssenbrunn. *g*

Angenehm leer isses hier, wir lassen die Mäuse ohne Leine toben. Fein ist das.


Danach gab's eine Hundedusche - witzig.


Gmiatlich. Gmiatlich. Gmiatlich.


Denn es geht am nächsten Tag munter weiter. (Die Reiseplanung ist perfekt - wir haben ja diesen Regenradar am Handy (DANKE an Hans-Georg, an dieser Stelle. Das Ding macht einem das Leben schon leichter!).


OB WIR WOHL DEN UNTOTEN 'RALPH SIEGEL' TREFFEN WÜRDEN?

ESC-Kundige werden sicher wissen, was unser nächstes Ziel ist. *GROSSEVORFREUDEHERRSCHT!*

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La pasqua con Marcello: Giorno sei. SAN MARINO!

Hat diese Zwergenrepublik wohl geglaubt, wir würden sie nicht erobern?


Natürlich haben wir.

Und das ist mehr als beachtlich, denn seit ihrer Gründung im Jahre 301 ist dies noch niemandem gelungen. ;-)

Mehr als vierzehn (quattordici!) Kilometer simma den Berg rauf und wieder runtergelaufen - steuerfrei und höchst schweizerisch in der Anmutung.

(doch Gehsteig-Kultur hammse nicht, die San Marineser! Da fahrt man Auto oder Rad. Basta! *g*)


Doch alles der Reihe nach!

Der Campingplatz.

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La pasqua con Marcello - giorno sette. Agricampeggio!

Nach uns'rem Jet-Set-High-Life in San Marino gehen wir's wieder bodenständiger an:

Jungbauer Nunzio begrüßt uns überschwenglich und wir werden auf ein Achterl seines selbstangebauten Merlot eingeladen. 

Er plaudert munter drauf los und zeigt uns auf der Karte gleich mal die Wanderwege rund um sein Gehöft: Von einer bis fünf Stunden ist da alles dabei. (Nach dem Hatscher auf den Monte Titano ist uns heute nach der "kleinen Runde". Es werden, das darf ich vorausschicken, auch wieder fast zwei Stunden. Die Hundsviecher sind happy, also isses gut. :-))

 

Nähere Details von diesem wunderbaren Agriturismo findet man hier.

 

Unser Stellplatz. (Call it "Gänseblümchenplatzerl")

Ich muss jetzt aufpassen: Es gleitet schnell mal in eine Ausgabe der "Bastei Lübbe" Serie ab... dennoch: Die Benamsung in "Unser Gänseblümchenplatz" tritt's halt einfach noch am Besten. *LOL*


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La Pasqua con Marcello: Giorno otto. OSTERIA ALTRAN!!!

'Guido - è la nostra quintesima volta a tua casa oggi' - posaune ich stolz raus, als wir an "unserem" Tisch in "unserem" Wohnzimmer Platz nehmen.

Kleiner Fehler: es heisst 'quinta' - nicht 'quintesima' - aber der Guido schmunzelt trotzdem.


Auf diesen krönenden Abschluss freuen wir uns seit Dienstag, als wir die Bestätigung unserer ratzfatz-kurzfristigen Reservierungaanfrage erhielten. 😁


Und es war wieder ein Fest.


Just for the record (man muss das ja frisch im Kopf niederschreiben, da hat man ja noch den G'schmack auf der Zunge und der Gaumen kitzelt noch) - hier die kleine, feine Speisenfolge 😎:

Die Küche begrüßt uns.


Die Perle in der Auster fehlte. Sie wurde ersetzt durch eine neue - mit Heilbuttstückchen drinnen...


Die dunkle Kugel ist:

Haut aus der Schale der Aubergine, innen eine Creme aus Auberginenfleisch und Parmesan, eine Geschmacks-💣


Das knusprige Kugarl war früher mal ein Perlhuhn - und die dezent-feurige black/white Combo waren Fischwüarfeln auf einem Gazpaccho. 

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