Campen im Paradies mit lautstarken Beziehungsproblemen.

Gerade noch waren Manfred und Sabine auf einen Kurzbesuch bei uns - und jetzt setze ich mich in aller Seelenruhe hin, um das letzte Wochenende blogtechnisch Revue passieren zu lassen.

 

Nett woar's g'wesen!

 

Wir haben es nach Mai 2016 wieder getan:
Ab ins Burgenland - genauer gesagt nach Bernstein - und rein ins Paradies49. Dort ist der Thomas in seiner Kantine48 zuhaus und wir besuchen das versteckte, recht idyllische Platzerl mit dem Marcello. Es ist eine Premiere - zuletzt waren wir noch mit dem Marco dort. Hach, il tempo vola!    ;-)

Genial dabei: Noch immer ist der Campingplatz "off record", will heißen: Der Thomas macht keine Werbung, will den Ball frequenztechnisch flach halten und daher ist es noch immer so wie vor einem Jahr: einsam, einfach und herrlich. :-)

Wir haben wieder einen genialen Platz hinten im Eck (die Kabeltrommel reicht gerade bis zum Stromkastl) und sind am Platz allein bis auf...Ecke. Ecke steht kurz für Eckehart und kommt mit seiner Frau extra aus Deutschland zur Hochzeit seines Sohnes, der sich eine fesche Burgenländerin geangelt zu haben scheint. :-)

Wir kommen gleich mal schwungvoll ins Plaudern (und ich wundere mich über mich selbst... *sooo* gesprächig bin ich sonst auf Campingplätzen nicht! *g*) Zur Begrüßung schenkt er uns gleich mal ein Flascherl seines "Stamm"-Biers ("seit der Konfirmation trinke ich Diebels - da hat sich nix geändert!"). Sympathisch, der Kerl. :-)

Der Badeteich bei der Kantine48.

Für drei Euronen sind wir mittendrin statt nur live dabei:
Die Luftmatratzen aufgeblasen und gleich hinein ins (sehr) erfrischende Nass!
Genial.

Das haben wir übrigens zweimal getan: Am Samstag und - nach der 6km-Wanderung - auch am Sonntag vorm Heimfahren. War mehr als fein, die hitzigen Leiber fein abzukühlen. *splish* *splash* :-)

Der Thomas ist seinem Bekleidungsstil über das Jahr treu geblieben: Hier ist immer noch das Motto: "Ein so ein Paar Schuhe hab ich noch zu Hause!" *lol* - a verkappter Künstler. ;-)

Was das Essen angeht:
Thorsten, der saisonale Koch hier, hat's echt drauf! Die Teigtascherln mit Kürbisfülle mit den Garnelen und Oliven - eine mehr als gelungene Kombi. Auch die Muscheln warn vom Feinsten. Hase2 lobte die Linguini mit Lammfleisch ebenso - wir haben's ned bereut, auswärts gegessen zu haben.

Mit vollen Bäuchen ging es dann heimwärts und bald mal in die Horizontale. Und es hätte eine wahrhaft traumhafte Nacht werden können.

Wenn, ja wenn es nicht so einfach wäre in den Beziehungsproblemen der jungen Leut' heutzutag:
Gegen drei Uhr früh wurden wir jäh aus unseren Träumen gerissen: Grosses Drama spielte sich vor unserem Marcello auf der großen Campingwiese ab.
Was ich anfangs noch den beiden Deutschen zugeschoben hatten, entpuppte sich nach Aufklärung von Hase2 als lupenreines Beziehungsdrama zwischen dem Koch, seiner Ex und seinem aktuellen Beziehungsstatus. Und das mit allem, was dazugehört: Gekraische, Gezeter, Geplärre und offenbar auch Handgreiflichkeiten.

Jessas-Marant-Josef.

Sowas brauchma, himmelnochmal!

Am nächsten Tag erklärte mir Thorsten, der Koch, die Umstände und schenkte uns ein frisch gebackenes Ciabatta als Entschuldigung. Naja, wenigstens was.  ;-)

Gespenstisch war's allemal... so voll die Emotionen mitten in der Nacht. *tststssss*

Der Planetenwanderweg.

Sonntag gab's noch eine sehr feine Wanderung mit den Mäusen...wennauch etwas anstrengend für sie, weil streckenweise unter brennendem Sonnenschein. Da waren die 2 Liter Wasser gleich mal weggeschlempert... ;-)

Wir kommen sicher wieder.

Jedesmal fein und mit 90 Minuten Anfahrt auch für Samstag/Sonntag allerweil a Option.
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Kommentare: 3
  • #1

    ossi1967 (Donnerstag, 31 August 2017 11:54)

    Ich find solche Streitereien ja unendlich spannend. Da tät ich extra zahlen, wenn ich das live geboten krieg. Im Moment bin ich halt auf die indischen Wackeldackel Zain und Aaliya angewiesen, die sich ständig in die Haare kriegen und dann wieder minutenlang verliebt in die tränennassen Augen sehen. (Im Moment sind sie übrigens auf Betreiben von Zain's Mutter geschieden, aber Zain will seine Aaliya zurück.)

    Man müßt das halt auch in einem Hotel geboten bekommen. Extra ewig lang herumcampen, nur damit ich dann vielleicht irgendwann mal die große Samstag-Abend-Show sehen darf... nö. Das wär ja dann fast wie Lotto spielen. :)

  • #2

    Wolfi (Dienstag, 05 September 2017 09:37)

    Du und campen? Hmm... nein, das kann ich mir beim besten Willen ned vorstellen, Hase.
    Allein die Küchenarbeit...wie willst Du denn kochen, wenn hinter Dir Menschen vorbeigehen müssen? *LOOL*

    @interessant: Noooooojo. Wennst umma dreie in der Früh von einer hysterischen Ex aufg´weckt wirst, hält sich die Begeisterung in Grenzen, glaubma. (übrigens: das deutsche "glaubma" ist - so fällt es mir gerade wie Schuppen von den Augen - das Pendant zum italienischen "credami"... die Itaker tun ja gerne die rückbezüglichen Fürwörter mit dem Zeitwort verknüpfen, was sehr sexy ist und gut klingt.
    Gerade jetzt beim Tippseln ist mir aufgefallen, dass es das auch im Deutschen gibt. Toll! :-)

  • #3

    ossi1967 (Dienstag, 05 September 2017 12:25)

    Es geht weniger um die Küchenarbeit im Speziellen (oder ums „hinter mir Vorbeigehen“), sondern um die Arbeit im Allgemeinen. Wenn ich während der Urlaubszeit genau die gleiche Hausarbeit (bzw. sogar mehr!) machen müßt wie zhaus, dann wärs für mich kein Urlaub. (Aus dem gleichen Grund gerät des Herrn Minirats gemüt in Wallung, wenn er das Wort „FeWo“ hört. Und deswegen hab ich auch das Ferienhaus meiner Eltern nicht mehr für Ferienzwecke verwendet, seit ich die Pubertät hinter mir hab und nicht mehr muß.)

    Merksatz: Im Urlaub das Frühstück selber machen müssen - das geht afoch überhaupst net zsamm.

    Ob wir uns das „glaubma“ von den Italienern abgschaut haben? Ist das nicht eh eher eine süddeutsch/bajuwarische Spezialität? Vielleicht tun wir rückbezüglich verknüpfen, weil wirs bei den italienischen Nachbarn so sexy und gutklingend fanden. :)