Giro culinario

...unsere kulinarische Reise durch Italien in Wien.

Hallejulla! HALLEJULLA!!!

Kinners... So ein 42köpfiger Chor gibt schon was her!

Da wird einem was geboten, Hollarüh! Hallejulla!!

 

Also:

Kültür-Zeit is wieder mal.

 

Als förderndes Mitglied beim Konzerthaus in Wien kommt für mich/uns ein kleines Goodie in den Hasenbau geflattert - zwei Tickets für ein Weihnachts-Oratorium. 

 

Ich wusste ja bislang nicht, was ein Oratorium ist 😇 - klang ein bissi nach Bühne,  ein bissi nach Kirche, ein bissi nach Singen.

Nun, so daneben lag ich nicht - alle drei Vermutungen gingen in die richtige Richtung. 😄

 

Alles sehr vorweihnachtlich, sehr schön gesungen. Da bekam 'Chor-Gesang' gleich eine neue Preisklasse für mich... Sogar die Solisten waren jede(r) einzeln als Opernsänger(in) vorstellbar - wow!

Die berührende Geschichte des Abends.

Ich muss jedoch sagen, dass nicht die Künst meine höchste Aufmerksamkeit bekam.

 

Es war vielmehr ein Pärchen in der Reihe vor uns - wollen wir sie aus gegebenem Anlass 'Herr Loriot und seine Frau Sabine' taufen. 

 

Wir bemerkten bald einmal, dass diese beiden einen besonderen Bezug zu jedem einzelnen der vielen Weihnachtslieder hatten.

 

Loriot (weil genauso wie im Film, halt... Dort, wo er in der Oper sitzt 😃) bewegte sich leicht im Takt, hob die Finger der rechten Hand immer genau passend zum Anschwellen der Chorstimmen und machte die 'schnelle Bewegung nach rechts unten', wenn der letzte Ton im Ausklingen war.

 

Jetzt nicht so theatralisch wie der Herr Maestro am Pult, natürlich. Leicht oberhalb des Knies, nur für aufmerksame Augen 👀 erkenn- und wahrnehmbar. 

 

Normalerweise,  ja normalerweise finden wir sowas störend.

 

Bei diesen beiden war das aber völlig anders.

 

Adventliche Nachsicht meinerseits oder was war das? 

 

Es war diese extrem liebevolle Art, wie die beiden miteinander umgingen. Wie sie sich beim Erklingen des ersten Tones angeschaut haben und sich angrinsten. Spitzbübisch,  fast. Mit so einem Glänzen in den Augen, sich still verstehend.

Wie sie sich aus vollem Herzen freuten, als bestimmte Stücke angespielt wurden, weil sie offenbar einen persönlichen Bezug dazu hatten.

Wie dem Herrn Loriot bei einem ganz stimmungsvollen Oratorium die Tränen in die Augen stiegen, und ihn seine Frau schweigend bei der Hand nahm. 

Und seine Brille hielt, während er sich ein bissi g'schamig die Tränen aus den Augen wischte.

 

Das war einfach nur wunderschön anzusehen. *hachmach*

Ja, wirklich.

 

(Der Konzerthaus-Saal übrigens auch.

Ich bewunderte wieder mal diese wunderschöne Decke und die vielen Luster. Kurz dachte ich mir, wieviel Strom man mit LEDs einsparen könne. *LOL*

Ich fragte die Sara später,  ob es einen Grund für genau sieben Luster auf jeder Seite des Saales gibt.

Nein, gibt es nicht. 😄)

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