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Die Hase1 Geburstagsfestspiele – Neapel Tag 1

Nach einem feinen Frühstück auf der Hotelterrasse stand schon das erste Highlight des Tages auf dem Programm. Eine Führung in den Untergrund Neapels. Die Galleria Borbonica! Ein unterirdisches Tunnellabyrinth - ursprünglich gebaut für den König als Fluchtweg - diente im zweiten Weltkrieg als Schutzbunker. Interessant die Entstehungsgeschichte und die historischen Fakten (die wir uns nicht gemerkt haben) - aber viel berührender die Geschichte der Menschen, die hier Zuflucht suchten. Übrig gebliebene Artefakte, Spielsachen, Motorräder, ja sogar Oldtimer stapeln sich in den dunklen Gängen. Die Geschichten dahinter - alle schaurig und betrüblich. Trotzdem – oder gerade deswegen - feiern die Neapolitaner das Leben. Zumindest ist das unser Eindruck. Daher geht's nach dieser etwas düsteren Führung (dafür in angenehmeren Temperaturen als an der Oberfläche) wieder zurück ins Leben und erstmal an die Strandpromeande. Die bedrückenden Gedanken müssen erstmal mit einem Sprudel weg gespült werden. Ein kleiner Trost ;-)


la dolce vita - mit blick aufs meer

In Italien ist das ja so eine Sache – sobald man einen Espresso bestellt, und dazu einen Aperitivo - oder eben ein ganzes Fläschchen Sprudel - quillt der Tisch über vor Contorni. Chips, Oliven, Pizzabrot – das ganze ohne es zu bestellen und "auf Kosten des Hauses". Wir lieben sowas ja sehr. Und wie wir so das eben erlebte verarbeiten, den Blick aufs Meer genießen und unseren Apero schlürfen, radeln ständig kleine Grüppchen von Menschen an uns vorbei. Sieht nach geführter Radtour aus. Ein Blick beider Hasen genügt und es ist klar: Bei 37 Grad alles zu Fuß zu gehen, ist anstrengend. Warum also nicht auf dem Rad? Ein paar Wischer auf dem Smartphone und schon ist eine e-bike Tour gefunden - und auch gleich gebucht. Um 14.30 Uhr geht's los. Es ist nur ein kleiner Fußmarsch bis zur Abfahrtslocation – alles fügt sich zeitlich wunderbar ineinander. Wir machen uns also nach der kleinen Stärkung auf, um die Highlights von Neapel auf dem Rad zu erkunden. Wir sind ja soo flexibel ;-)

 


Alessandro unser radl-guide

Nachdem wir uns, zusammen mit weiteren 4 Wagemutigen, an der Abfahtslocation eingefunden haben, begrüßt uns dort Alessandro. Der lebt etwas außerhalb von Neapel irgendwo in der Nähe der Phlegräischen Felder und erzählt uns aufgeregt, dass seine Wohnung bzw. das Haus, in dem er wohnt, seit Monaten von Erdbeben erschüttert wird. Der Vesuv – nach wie vor aktiv. Ui … entsprechend leidenschaftlich und draufgängerisch ist er auch als Bike-Führer und wir starten gleich los in die Straßen von Neapel. Hab ich erwähnt, dass es hier keine Verkehrsregeln gibt? Es gibt auch keine Sicherheitsvorkehrungen. Helm? Egal. Warnweste? Wurscht! Go with the Flow. Fun first, safety later 🤣 Wir schmeißen uns ins Getümmel und fahren in die Wildnis des neapolitanischen Straßenverkehrs. Und es geht alles gut. Wann immer wir als Gruppe im Gänse(rad)marsch zu einer Kreuzung kommen – alle bleiben stehen, lassen uns passieren, und der Verkehr fließt weiter. Es ist wirklich magisch. Man muss sich nur drauf einlassen. In dem Moment, wo man versucht, "es" zu steuern, geht das sicherlich schief. Wir lernen also: nicht nachdenken! Nach diesem wirklich sehr aufregenden, spannenden und lustigen Abenteuer geht es wieder zurück ins Hotel. Kurz ausspannen, in den Pool hüpfen und runterkommen. Der Tag war bisher sehr ereignisreich!


Sorpresa via cellulare

Eine wirklich liebe WhatsApp Message erreicht uns – ein Geheimtipp vom lieben Bruno, übermittelt von cara Sara, und gleich mit einer Einladung dazu. Die Koordinaten kommen per Google-Maps und so machen wir uns abends auf den Weg in die Osteria La Chitarra. Die Luft ist lau, die Gassen sind voller Menschen, es vibriert. Obwohl ein wenig müde vom Tag, trägt uns die Stimmung dieser Stadt immer weiter. Wir werden vom Padrone herzlich begrüßt. Die Karte – überschaubar. Und gerade das macht es manchmal spannend. Wir nehmen einmal Spaghetti und einmal Fisch … nur, die Spaghetti sind frisch zubereit und werden nur für due piatti gemacht. Nehmen wir! Wir sind ja so flexibel 🥰 Es war herrlich. Hausmannskost, mit echtem Flair. Keine Touristenbude, sondern Authentizität. Genau das mögen wir. 

 

Ein wunderschöner erster Tag geht zu Ende. Ein Tiramisu zum Abschluss, natürlich 2 Grappa und dann geht's wieder zurück zum Hotel. Wieder durch die vielen belebten Gassen, in denen das Leben aus allen Ecken strömt. Ein letzter Absacker noch … und dann ins Bett. 

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