Nun, wenn man schon in Neapel ist, dann ist ein Abstecher an die Amalfi-Küste quasi Pflicht. Orte wie Positano, Sorrent, Amalfi klingen im Ohr und wecken die Sehnsucht nach zauberhaften Orten inmitten spektakulärer Kulissen. Nur wie hinkommen? Selbst fahren im Leihauto? Keine Option. Daher – Hotel gefragt - und @maria_in_naples Maria bekommen. Sie ist Touri-Guide in Neapel und stand mir in meinen Vorbereitungen mit Rat und Tat zur Seite. Sie war es auch, die uns Emanuele - und später auch Andrea *hach* – vermittelt hat. Emanuele – unser Chaffeur für einen Tagestrip an die Amalfiküste. Geplant hatte ich diese Tour mit Hilfe von ChatGPT. Gute, sehr gute Inputs. Es war tatsächlich fast alles wahr, was er für mich/uns für diesen Tag geplant hatte. Aber dazu später. Emanuele holte uns pünktlich um 8.30 Uhr vom Hotel ab. Im geräumigen Mercedes ging es dann zuerst mal nach Sorrent. Verkehrsbedingt haben wir auf der relativ kurzen Strecke schon recht viel Zeit verloren. Trotzdem war die kurvenreiche Fahrt aufregend. Landschaftlich reizvoll und gespiekt mit den Erwartungen an einen unvergesslichen Tag. Nachdem wir nach gut 2 1/2 Stunden dann endlich in Positano, unserem ersten Ziel angekommen sind, ging's erst mal direkt rein ins Stadtleben.
Positano – amis, amis, amis …
Man muss noch nicht mal aus dem Auto ausgestiegen sein um diesen bestimmten Vibe mitzubekommen. Die Amis sind hier. US Touristen überrennen die Amalfi-Küste geradezu. US Stützpunkte aus früheren Zeiten, Amouren und dementsprechend viele Verbindungen zwischen Italienern und Amerikanern – so der angebliche Hintergrund. Dazu der eine oder andere Film und Insta-taugliche Kulissen. Davor hat uns ChatGPT tatsächlich schon vorher gewarnt. Aber wenn man schon mal. hier ist, dann MUSS man sich diese Spots doch ansehen, oder? ODER? Wir also mittenrein. Und nach fünf Minuten schon die ersten Zweifel: Wir sind hier falsch! Es ist wunderschön. Es hat Flair. Aber diese Amis? Sorry, guys. Ihr seid laut, ihr seid penetrant und ihr seid leider in eurer Art sehr raumgreifend. Da bleibt nicht viel Platz für andere. Wir haben es also gar nicht erst versucht uns diese Stadt zu eigen zu machen. Also haben wir den ersten Zufluchtsort genommen, der sich uns geboten hat. Und das war wunderbarerweise der "Palazzo Murat" … ein sehr feines Hotel, mit wunderschönem Innenhof, herrlichem Blick auf die Stadt und den Berg und auch auf das Meer. Hier ist also der Ort, an dem wir Positano atmen und uns bei einem Espresso und einem Glas Prosecco erholen. Eine halbe Stunde haben wir dafür Zeit … nun ja …
weter geht's nach amalfi
Auch hier dasselbe wie in Positano. Es ist überlaufen. Wir wollen uns nur die Kathedrale ansehen. Auf alles andere haben wir schon nach den ersten Minuten hier wenig Lust. Die Kathedrale allerdings ist wirklich sehenswert. Imposante Architektur, ein Innenhof, Krypta und die Kirche selbst, alles wunderbar. Wir werden vom Security-Mann aufgefordert, nicht nur durchzugehen, sondern die Exponaten im Museum zu studieren und die Infotafeln zu lesen. Nun, so viel Zeit haben wir leider nicht, denn auch hier bleibt uns, ob all der Fahrerei, nur eine halbe Stunde Zeit. Ein Arancini zum Abschluss geht sich aber noch aus …
Der letzte Punkt unserer tagestour: ravello
Hier meinte ChatGPT, das wäre UNSER Ort. Abseits der Touristen-Trampelpfade. Ebenso wunderschön, aber mit mehr Luft zum Atmen. Und "er" sollte tatsächlich Recht behalten. Nachdem wir kurz nach Amalfi die kurvige Straße hinauf auf den Berg genommen haben, wurde es ruhiger. In Ravello gibt es zwar auch Touristen. Aber es ist nicht überlaufen. Man kann hier atmen. Und von oben auf das Meer hinab schauen. Dass man von hier aus auch ins Hinterland und auf die dortige Bergkulisse sieht, macht diesen Ort umso reizvoller. Hier gibt es ein kleinen Altstadt-Kern. Und zwei Villen. Die Villa Rufolo und die Villa Cimbrone. Beides sehr, sehr nette Anwesen, mit alten Gebäuden, Kapellen, und botanischen Gärten. Hier wird auch geheiratet. Und es wundert uns nicht – denn der Ausblick von hier oben ist schlicht atemberaubend. Wir besuchen zuerst die Villa Rufolo. Danach die Villa Cimbrone … und die "Terrace of Infinity" – eine spektakuläre Aussichtsplattform über dem Meer. Wenn schon Heiratsantrag – dann hier 🤣 viel romantischer geht eigentlich nicht mehr. Aber deswegen sind wir ja nicht hier, sondern um die Aussicht zu genießen. Jetzt wäre eigentlich der ideale Zeitpunkt für ein kleinen Happen und eine Flasche Sprudel. Aber die 8 Stunden Chaffeur sind leider tatsächlich genau für diesen Zeitraum kalkuliert. Und so drängt uns Emanuele, sein Zeitlimit zu respektieren und daher geht es auch gleich schon wieder retour. Schade … aber hierher werden wir sicher wieder einmal kommen. Und dann für einen ganzen Abend … dann lassen wir Positano und Amalfi sausen und konzentrieren uns auf das Wesentliche – den Freiraum, nicht unbedingt dorthin zu müssen, wo alle hinwollen. Sondern sich neue Orte zu erschließen, die ihren Zauber entwickeln dürfen und daher umso länger im Gedächtnis bleiben …
shopping und abendessen
Nachdem wir schon früher als eigentlich geplant wieder in Neapel zurück waren, lockte uns die naheliegende Einkaufsstraße zu einen Einkaufs-Bummel. Zuerst mal stärken wir uns mit Crostini, Tostada und Espresso. Dann ging es weiter entlang der Shoppingmeile. Hier gibt es viele kleine Geschäfte und gottseidank wenig Ketten. Also haben wir uns neu eingekleidet, sind flaniert und haben die eben erstandenen Güter abends sogleich ausgeführt. Es ging wieder hinein ins trubelige Nachtleben. Nochmal Pizza, nochmal Grappa und nochmal Absacker. Nach diesem Tag haben wir uns eine abendliche Schwimmrunde im Pool redlich verdient, auch wenn wir vom Nachtportier dann "hinaus gestampert" wurden … ein bisschen ziviler Ungehorsam muss schon mal sein. Wir haben schließelich niemanden aufgeweckt und waren auch sonst ganz brav. Nur halt unerlaubterweise nach 19 Uhr im Pool *gg*






































































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