Eigentlich – ja, eigentlich – wollten wir am Sonntag vormittag einmal ausrasten. Am Pool liegen, ausspannen, nichts tun. Aber bei den Hasen ist das ja immer so eine Sache. Obwohl die letzten Tage schon auch anstrengend waren und wir ob der recht aktiven Klimaanlage im Hotelzimmer leicht schnupfig aufgewacht sind, konnten wir beim Frühstück uns dennoch nicht dazu entschließen, einfach nix zu tun. Der Tatendrang ist dann einfach zu groß. Ein Fixpunkt am Nachmittag stand ja schon fest. Und auch der Abend war schon verplant. Aber wie nun den Vormittag verbringen? Nun, das Castello St. Elmo thront schon recht beeindruckend über der Bucht von Neapel. Warum also nicht einen Abstecher dorthin? Die Funicolare (Standseilbahn) hinauf auf den Berg ist quasi nur 900 m vom Hotel entfernt … Alessandro, unser Bike-Guide, meinte, das sei der einfachste Weg. Also spazieren wir nach dem Frühstück dorthin. Allerdings hat uns Alessandro verschwiegen, dass die Funicolare wegen Renovierung geschlossen ist. Also ging es erstmal wieder zurück, dann in die U-Bahn (die erstaunlich modern ist). Und die restlichen Meter ging es mit Rolltreppen gemütlich hinauf zur Burg. Der Ausblick von dort oben ist schon herrlich. Die Burg selbst: beeindruckend und sehenswert, wenngleich sie eher einem Militär-Stützpunkt gleicht. Aber das war sie ja denn auch.
Mittagessen und bootsfahrt
Mit dem Taxi ging es von St. Elmo hinunter an den Hafen. Maria hat uns den Andrea vermittelt. Unseren Skipper für eine private Bootstour am Sonntag Nachmittag. Was wir nicht wussten: Andrea ist 18 Jahre jung, ein typischer italienischer Ragazzo und wahnsinnig fotogen. Wir hatten eine sehr, sehr nette Zeit am Boot. Er hat uns aus dem Hafen geshippert. Und gleich wieder rein, weil er die Flasche Prosecco vergessen hatten, die ich bestellt habe. Aber egal … wer so jung ist und ambitioniert, rennt bei uns offene Türen ein. Dann ging es wieder hinaus aufs offene Meer. Panoramafotos von der Bucht, von der Stadt und natürlich dem Castello am Wasser. Dann ging es weiter westlich zu einer Bucht, wo wir uns tatsächlich in die Fluten geschmissen haben. Ohne Andrea. Der hat derweil auf seinem Handy geswipet. Die Jugend halt. Aber er hat sich nett mit uns unterhalten, war sehr offen und hat das Bootfahren beherrscht. Was will man mehr? Gerne hätte er uns noch eine weitere Badebucht gezeigt. Er hätte sich mehr als die 3 Stunden gebuchte Zeit für uns genommen, der Bub. Aber leider haben wir für den Abend schon was vor. Daher wieder zurück zum Hafen, hinein ins Taxi und retour zum Hotel. Aber wir haben jede Minuten an Board genossen 🥰 Abends haben wir dem Jungen diese Fotos noch nach geschickt … für sein Insta-Profil. Und er hat uns nicht nur eine Voice-Message geschickt … sondern auch den Dank seiner Mama, dass sie nun endlich wunderschöne Bilder von ihrem Sohn hat. Haben wir gerne gemacht und so hat jeder was von dem Tag – und wir sogar noch seine raue Raucherstimme am Telefon … Hach! 🤣
fine dine im palazzo petrucci
Nach einer kurzen Erfrischung im Hotelpool haben wir uns für den Abend fein gemacht. Das Taxi ist bestellt und bringt uns in die Nachbar-Ortschaft der Bucht, nach Posillipo. Dort gibt es ein Sterne-Restaurant, das Palazzo Petrucci. Als krönender Abschluss für diese Geburtstagsfestspiele genau richtig. Überpünktlich kommen wir dort an, um vorher noch ein bisschen die Gegend zu erkunden. Im Palazzo selbst werden wir zunächst auf der Restaurant-Terrasse empfangen. Mit herrlichem Blick auf den Strand, das Meer und den Vesuv. Zum Apero geht es einen Stock tiefer. Dort wird uns auch das Menü und weitere Prozedere erklärt. Es gibt mehrere Menüs zur Auswahl. Wir entscheiden uns für Fisch und die komplette Weinbegleitung. Wie immer wissen wir, dass es zu viel werden wird. Aber das ist uns bei diesem wunderbaren Ausblick egal. Und wir werden schon irgendwie nach Hause kommen. 🙏
Mit vollem Bauch und einem leichten Schwips unternehmen wir noch einen kleinen Strandspaziergang, bevor uns ein herbeigerufenes Taxi wieder in unsere Hood zurückbringt. Dort fallen wir natürlich noch zu einem Absacker in eine der vielen Bars ein, inhalieren ein letztes Mal die vibrierende Stimmung und das tosende Lebensgefühl. All zu lange können wir ohnehin nicht sitzen bleiben. Morgen, am Geburtstag des 1er-Hasen, geht es in der früh wieder retour. Mit einem Extra-Spezial-Service vom Emanuele … aber pssst! Das darf niemand wissen 🤭🫶


























































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