Marillenknödeln aus Topfenteig mit karamelisierten Butterbröseln

Frische Marillen sind ja im Sommer was herrliches... noch besser, wenn sie aus der Wachau kommen!

 

Mein lieber Mann hat mich eines Tages mitten im Urlaub mit der Ankündigung: "Ich koch heut noch was Süßes!" überrascht und sich *schwupps* für Marillenknödel entschieden: Es waren alle Zutaten zuhause und schon ging's los - ich durfte mitkochen! :-)

 

Die zimmerwarme Butter mit dem Schneebesen schaumig schlagen, eine Prise Salz, die Zitronenschale und das Ei dazugeben und kräftig aufschlagen. Dann den Topfen unterheben und zu einer cremigen Masse verrühren.  Zum Schluss das Mehl dazu geben und verrühren. Der ganze Teig ist ziemlich patzig, weshalb er unbedingt ein paar Stunden im Kühlschrank rasten sollte. Am besten, man packt ihn dazu in eine Frischhaltefolie.

 

Nach dem Kühlen aus dem Teig eine ca. 3 cm dicke Rollen formen und entsprechend der Anzahl an Marillen Stücke abschneiden. Ein Stück nehmen, flach drücken (ca. 3 x so groß wie die Marille) und diese dann damit möglichst gleichmäßig umhüllen. Den groben Knödel kurz in Mehl wenden, damit er sich leichter mit den Händen in eine schöne Form bringen lässt. Wichtig: Die Marille erst kurz vor dem Verarbeiten aufschneiden, entkernen und mit einem Stück Würfelzucker füllen. Die offene Seite der Marille auf den Knödelteig legen und den Marillenknödel an der unbeschadeten Marillenseite verschließen. So bleiben die Knödel "dicht" :-)

 

Möchte man mehr als 6-8 Knödel machen, empfiehlt es sich, zuerst nur die Hälfte des Teiges zu verarbeiten und den Rest weiterhin im Kühlschrank aufzubewahren, da sonst der Teig wieder schnell warm und dadurch patzig wird.

 

Die fertig gerollten Knödel kann man bis zum Kochen mit Frischhaltefolie bedeckt ein paar Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Wasser leicht salzen, zum Kochen bringen und die Knödel darin leicht wallend kochen, bis sie oben schwimmen. Immer wieder umrühren, damit sie sich nicht am Topfboden festsetzen.

 

Währenddessen ein gutes Stück Butter schmelzen. Ich lasse sie gerne braun werden, um einen nussigen Geschmack von der Butter zu bekommen. Dann Hitze reduzieren und die Brösel dazugeben. Langsam und unter ständigem Rühren die Brösel goldgelb rösten. Man kann währenddessen schon Staubzucker drüberstreuen und unterrühren. Mit ein bisschen Feingefühl kann die Hitze dann nochmals gesteigert werden, damit der Zucker karamelisiert. Dabei die Brösel immer gut im Auge behalten und rühren.

 

Die fertigen Knödel nacheinander in die Pfanne mit den Butterbröseln geben und darin wälzen, bis sie gleichmäßig mit Bröseln bedeckt sind. Danach auf einem Teller anrichten, ordentlich Brösel über die Knödel geben und mit Staubzucker bestreuen.


Einkaufsliste

  • 1 Becher (250g) Topfen 10% Fett
  • 30g Butter, zimmerwarm
  • 1 Prise Salz
  • abgeriebene Schale von einer halben Bio-Zitrone
  • 1 Ei
  • 75g griffiges Mehl
  • 6-8 Marillen
  • 6-8 Würfelzucker

 

Reicht für 6-8 Knödel - für die doppelte Menge empfielt sich ein Ei und ein Dotter anstelle zwei Eiern.


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