In den fast zweieinhalb Dekaden, in denen es die Warme Küche nun schon gibt, hab ich sehr selten so ein Erlebnis.
Wenn wir rauskommen aus dem Lokal, noch ein wenig (bei lauer Sommerabendluft) herumflanieren und nur über das Essen reden - dann ist das schon sehr sehr selten.
Diesen Samstag war es wieder mal soweit.
Gar kein wirklich besonderer Anlass, eigentlich.
Es war so ein "Weil wir es uns wert sind" - Anlass 😄.
Und weil wir nearly zwei Tage im Palettengarten und auf den Terrazzas gehackelt haben, war ein kulinarisches Highlight gerade das Richtige zum Verwöhnen.
(...und außerdem musste der Zweierhase ja seine neue Coolio-Brille und das Gwandl aus Napoli ausführen. 😂🥰)
Das JoLa wird von einem reizenden Team geführt, allen voran der Jonathan Wittenbrink in der Küche und der Larissa Andres davor.
Unterstützt von einer auch sehr charmanten Hannah und Luis, Alex und Theresa in der Küche.
Wir fühlten uns wirklich sehr sehr wohl dort... nix Aufgesetztes, alles sehr relaxed und gechillt.
Eigentlich dachte ich ja, dass wir von unsrem Platz nur einen Teil der Küche sehen konnten.
Aber nein - es ist wirklich ein tiny little working space, den die guys and girls da haben und wo alles wie am Schnürchen zu laufen schien. Und das ganz dezent im Hintergrund und immer mit sehr nicer Musik. We like!
Dieser Einladung sind wir beide neugierigen Hasen natürlich gefolgt und bei einem der Hauptgänge in die Küche gehoppelt 😉.
Es war einfach wunderschön, dem Team beim "Pinzettenkochen" zuzusehen.
Und das eine oder andere Schwätzchen ging sich auch aus.
Das Menü
11 Gänge kulinarischer Erlebnisse haben wir bekommen und jeder Gang war wunderbar. Ehrlich jetzt: Wir haben keine Sekunde Fleisch vermisst - und das will was heißen. Denn nicht, daß wir ohne
Fleisch mal nicht sein könnten... aber wenn schlechte Substitute auf den Tisch kommen, dann vermissen wir es sofort.
Doch an diesem Abend - sei es wegen dem grenzgenialen Igelstachelbart á la BBQ oder beim Eierschwammergulasch oder beim Erdäpfelknöderl mit Kraut - es war dermaßen gut, dass wir überhaupt nicht
an Fleisch dachten.
Doch alles der Reihe nach... hier sind die einzelnen Gänge.
(Dankenswerterweise bekamen wir eine nette Zusammenstellung auf Spezialpapier mit Salatsamen (wie geil ist das denn!) - und deshalb musste ich mir die Gänge auch nicht merken. 😄)




*PLOPP* ging's, als wir ein Erdäpfelknöderln in den Mund schoben... und eine flüssige Rettichsauce vermischte sich wunderbar mit dem flaumigen Gnocchi-Teig. Ein Meisterwerk! Und ab diesem Moment unsere neue Nummer 1 des Abends. 🥰👌
Der Zweierhase hatte eine wirklich formidable Weinbegleitung - ich nahm als Chaffeur die antialkoholische, welche nicht minder interessant war...
Nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich ein Meisterwerk: Das Eierschwammerlgulasch-Doughnut mit Majoranschaum.

Serviert wurde mit einer wunderbaren Junglauch-/Gurken Kaltschale (hieß sicher anders, aber egal) mit einem geeisten Kraut (hieß glaub ich auch anders 😄) und zwei "falsche Fois gras"-Häppchen. Alles drumherumme genialisch. Hätten wir niemals geglaubt, dass das ein Pilz ist.
Die Dessert-Trilogie

Eine wunderbare Kombination, die wir noch nie hatten:
Kardamom-Buns mit marinierten Erdbeeren (unter anderem mit Balsamico) und einer Vanillecreme.
Sensationell gut in dieser Kombi!
Serviert auf einer jungen Haselnussblüte 😉
Das Finale:
Nougatknöderl, marinierte Marillen mit Zitronenthymian, ein unglaublich authentisch schmeckendes Schlagobers (*schmackofatz!!*) und ein Vanilleeis.
Alles zum Reinsetzen gut.
Unser Fazit.
Wir hatten ja eigentlich vor, wieder mal in's Tian zu gehen.
Aber ich hab es mir gottchenseidank anders überlegt und bin heilfroh drüber.
Denn was wir an diesem Abend genossen haben, war wirklich allerhöchstes Niveau. Und unglaublich aber war: Es war noch dazu vegan.
Wir genossen auch noch was andres: Die sympathische Art und Weise, wie man die Gäste in diesen kulinarischen Abend inkludierte: Hin und wieder kamen auch Luis oder Alex an den Tisch, erklärten voller Stolz ihr Werk und das Serviceteam war immer extrem aufmerksam. Daß man auch einmal in die Küche schauen und ein bisserl plaudern durfte, machte alles noch intimer und sehr persönlich.
So applaudieren wir dem Jonathan, der Larissa, der Hannah sowie Luis, Alex und Theresa und werden ganz bestimmt wieder kommen.
Mehr als fünf güldene Hauben geht nicht.
BRAVI!
👏👏👏
Wolfgang und Rainer
🙋♂️🙋♂️













Kommentar schreiben